Ver.wirrung

Es ist still in der Wüste des Nachts. Dort, wo das Herz das Schweigen lernt.

Und ich warte.

Auf das Morgenlied, das Schlaflied, auf das leise Säuseln am unteren Rand meiner Wirbelsäule.

Darauf dass mir jemand sagt wie es weitergeht, darauf dass jemand all die Fragen beantwortet, die ich nicht habe, nicht mehr zu stellen wage.

Darauf dass jemand an mir vorbeischaut, wenn er in mich schaut, der weiß dass sich unsere Blicke nicht treffen dürfen.

Auf jemanden der erkennt wieviel Mut meine Angst kostet und wie hoch der Preis jedes Lachens ist – und mich wieder fühlen lässt, wie leicht das ist – das Lachen, das Leben.

 

Wann wurden all die Schmetterlinge zu nervenzerfressenden Motten? Der Schatten hinter meinen Augen ein Grauschleier über dem tiefblau der Meererinnerung?

Wann wollte ich nicht mehr als einen Kaffee mit Dir trinken und neben dir aufwachen – in der Gewissheit dass Du mich morgen noch so begehrenswert und faszinierend findest wie heute?

Ich lege die Hand auf die Scheibe und die Sehnsucht in mein Herz.

Dort ist sie sicher. Vor dem Regen, vor meinem beissenden Spott und vor der Flucht.

Ich hoffe Du bist es auch…

Nein – ist keine Lüge!

Ich verneine sie nicht, diese Sehnsucht, nach deiner Hand in meinem Nacken, nach deinem prüfenden Blick, nach dieser leisen Verachtung, die sich in unbemerkten Momenten hinter deinen Augen zeigt. Dann flüchte ich in den 7. Stock, schmolle im Treppenhaus um doch zurückzukehren.

Ich verneine es nicht, das Verlangen nach Dir, nach den Bildern, die nur Du auf meine Haut malst und die Art, wie nur Du mir unter die Haut gehen darfst.

Sie ist lang die Leine, an der Du mich hältst, so lang, dass ich sie manchmal kaum spüre. Zu anderen Zeiten raubt mir selbst ihre Existenz den Atem.

Land.flucht

Du warst
mein Dinosaurier, meine Nabelschnur,
mein Wasserritter.

Hast mir Streifen neben das Herz gemalt,
das wieder anfing zu schlagen
und nun nach Worten ringt.

Richtig sagte das Herz, falsch schreit der
Kopf,
der sich so gerne anlehnt,
und das leise Winseln bleibt hinter den Augen
hängen.

Ich habe die Wellen gezählt,
die über mir zusammenschlugen.
Endlich konnte ich atmen.
Nun trennen mich 500km
und ein paar Stunden von
dem Ort, an dem wir erneut mein
Herz verpflanzten.

Chirurgie ist eine diffizile Sache,
am offenen Auge
lässt sich das Schwarz nicht operieren.

Auf den Bildern
trägt meine Sonnenbrille rosa.

Zwischen meinen Rippen knirscht Sand.

Unter meinen Füssen ist Schmerz. bodenlos.

before dawn

7h Zimt, 27h Zucker, 48h Zeit

Die Sonne geht auf,
während ich die Narben eincreme,
wissend, dass Du sie, wie alle Wunden
wieder aufreissen wirst,

mit einem Wort,
zwei Blicken,
keiner Berührung.

Die Strassenlaternen
verabschieden sich mühsam
von der Nacht
die still war und harmlos.

Doch ich träumte von Dir.
von keinem Wort,
unserem Blick,
deiner Berührung.

Auf die Du mich warten lässt
bis zu den Landungsbrücken,
Fragenerst nach Franzbrötchen,
Gespräche erst nach der Morgenzeitung
im Schanzencafe,
Klischees erfüllen wir immer
in dieser Stadt,
die Geheimnisse verträgt.

wie wir uns. schon viel zu lange.

Ich trage die Sehnsucht

im Kopf, mein ständiger Ohrwurm,
während ich bei den Alleskönnern
auf Taub schalte.

Noch 27h bis zur Stille.
Ich halte die Luft an.

Nobody’s wife

Da haben wir es wieder, das Woe der beste Beweis dafür, dass es alles keinen Sinn macht.

Dass ich genau in den Zeiträumen erwünscht bin, in denen die Andere fehlt, und sich sonst keine Ablenkung bietet.

Nach 2 Tagen Trost, ist der Gedanke, dass ich mir am dritten Sorgen mache, nach ungezähltem Schweigen, immer noch unverständlich.

Und ich will es nicht mehr verstehen. Ich bin es so leid. ich bin so müde. zu warten. zu hoffen.

Ich widme mich dem Vergessen mit der gleichen Leidenschaft wie Schlafen, und Atmen und Schokolade.

Nächste Woche um diese Zeit werde ich am Wasser stehen, meinen Schmerz zerbrochen haben, bevor er etwas in mir zerbricht und weitergehen. Dann nicht nur im Kopf und in der Hoffnung, dann ganz.

Mit ganzem Herzen und ganzer Kraft….

HH ich komme.

Home is not where the heart ist, but where your dreams are still more than a memory. Home is where the pain still leaves you room to breath. Home is where every step still brings you closer to yourself – no matter how far that might be from others. Home is where you can lay your soul to rest without fear of being betrayed….

I’m coming home.

Babe, I’m coming home.

Morgen

Der Morgen ist gekommen. Die Kami.katze hat sich die Krallen gezogen und tötet die Vögel in sich leise ab.

Der Mann neben ihr versucht einem Hamster den Kopf umzudrehen. Ohne Erfolg.

Wir rennen im Rad herum wie im Kreis, unsere Gedanken folgen dem Schlaf und einigen Schlagschatten.

Ich schweige.

Paradigmen.wechsel.

Ich träume von einem fremd.vertrauten Herzschlag. Von einem Du. Von dem Gegenüber, das zum Gegner wurde.

Die Arme, in die ich flüchte sind kalt, selbst voller Trauer.

Wir sind offen.herzig.

Kalt.